Zu den Herstellungsverfahren für hochkohlenstoffhaltiges Ferrochrom zählen das Elektroofenverfahren, das Schachtofenverfahren (Hochofenverfahren), das Plasmaverfahren und das Schmelzreduktionsverfahren. Das Schachtofenverfahren produziert derzeit nur Legierungen mit niedrigem Chromgehalt (Cr < 30 %). Die Herstellung von Legierungen mit höherem Chromgehalt (z. B. Cr > 60 %) im Schachtofenverfahren befindet sich noch im Forschungsstadium. Die beiden letztgenannten Verfahren werden derzeit erforscht. Daher wird der Großteil des kommerziell erhältlichen hochkohlenstoffhaltigen Ferrochroms und des wiederaufbereiteten Ferrochroms im Elektroofenverfahren (Mineralofenverfahren) hergestellt.
(1) Der Elektroofen nutzt Elektrizität, die sauberste Energiequelle. Andere Energiequellen wie Kohle, Koks, Rohöl, Erdgas usw. führen unweigerlich zu Verunreinigungen im metallurgischen Prozess. Nur Elektroöfen ermöglichen die Herstellung von Legierungen höchster Reinheit.
(2) Elektrizität ist die einzige Energiequelle, mit der beliebig hohe Temperaturbedingungen erreicht werden können.
(3) Mit einem Elektroofen lassen sich die für verschiedene metallurgische Reaktionen wie Reduktion, Raffination und Nitrierung erforderlichen thermodynamischen Bedingungen wie Sauerstoff- und Stickstoffpartialdruck leicht realisieren.
